SPD Meißen fordert: Herr Steinbach, erhalten Sie die Jugendhilfelandschaft in unserem Landkreis
Genau zu Beginn der Winterferien wurde die Sorge der Jugendhilfeträger des Landkreises zur Gewissheit: Die Jugendpauschale, die das Land Sachsen an die Landkreise zahlt, wird um ein Drittel gekürzt. Pro Jugendlichem erhält der Landkreis nun statt 14,30 Euro nur noch 10,40 Euro. Der Landkreis gibt bisher den gleichen Betrag dazu, um so die Angebote für Kinder- und Jugendliche zu gewährleisten.
„Diese Kürzung kommt einem Kahlschlag gleich. Für die Kinder und Jugendlichen im Landkreis Meißen ist eine Kürzung um ca. 230.000 Euro eine Katastrophe!“, sagt Susann Rüthrich, die Vorsitzende der SPD im Landkreis. Vereine und freie Träger sehen der Insolvenz ins Auge, und das im laufenden Haushaltsjahr. Ferienlager finden bereits statt, Personalkosten und Mieten wurden gezahlt. Und jetzt droht, dass viele Träger diese Kosten nicht erstattet bekommen. Damit stehen sie vor der Pleite, falls Landkreis nicht schnell handelt.
Die SPD fordert Landrat Arndt Steinbach und alle Kreisräte dazu auf, den Jugendlichen im Landkreis beizustehen. Schließlich hat der Kreistag einen Jugendhilfeplan für den Landkreis beschlossen. „Auf den müssen sich die Jugendlichen verlassen können. Sie brauchen Anlaufstellen und Angebote in ihrer Nähe dringender als eine neue Straße, die auch im nächsten oder übernächsten Jahr gebaut werden kann!“, so Rüthrich weiter. Der Landkreis wird dazu aufgefordert, die nun fehlenden Landesmittel auszugleichen. Auf keinen Fall darf sicher der Landkreis der Kürzung seinerseits anschließen. Der Jugendhilfeplan des Landkreises wäre dann das Papier nicht mehr wert, auf dem er steht, denn dann fehlt jede Planungssicherheit für die Jugendhilfe im Landkreis.
Kontakt: Susann Rüthrich, 0179 29 77 407.
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